Grillen auf dem Balkon: erlaubt oder verboten?

Grillen gehört im Sommer zu den beliebtesten Freizzeitbeschäftigungen der Deutschen. Egal ob auf der Terrasse, im Park oder am Badesee – gegrillt wird fast überall. Während sich draußen im Park oder am Baggersee kaum jemand an den Rauchschwaden der Grills stören mag, sieht die Sache auf dem Balkon oft etwas anders aus. Besonders dann, wenn die Balkone sehr dicht beieinander liegen. Grundsätzlich ist das Grillen auf dem Balkon von Mietwohnungen und Mehrfamilienhäusern erlaubt, wie es der Deutsche Mieterbund (DMB) bestätigt hat. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen.

Grundsätzlich ist das Grillen auf dem Balkon von Mietwohnungen und Mehrfamilienhäusern erlaubt

Deutscher Mieterbund (DMB)

» Wann ist das Grillen auf dem Balkon verboten?

❶ Laut Mietvertrag verboten

Das Grillen auf dem Balkon ist nicht gestattet, sofern es laut Mietvertrag ausdrücklich verboten ist. Wer sich nicht an den Mietvertrag hält und das Grillverbot missachtet, der riskiert eine Abmahnung im schlimmsten Fall sogar eine Kündigung. Das hat vor einigen Jahren das Landgericht Essen entschieden.

❷ Rauch zieht in Nachbarwohnung

Auch ohne ausdrückliches Verbot darf nicht immer gegrillt werden. So zum Beispiel, wenn Rauch in die Nachbarwohnung(en) zieht. Dab ist es egal ob der Grill im Garten, auf der Terrasse oder auf dem Balkon steht. Kommt es für die Nachbarn zu Beeinträchtigungen durch Ruß, Rauch oder dichten Qualm, dann gilt dies als Ordnungswidrikeit, die mit einer Geldbuße geahnt werden kann.

Grillen auf dem Balkon ohne Rauch: Geht das?

Es gibt Grills für den Balkon, die so gut wie keinen Rauch entwickeln. Dazu zählen zum einen die allseits bekannten Elektrogrills. Im Gegensatz zu einem klassischen Holzkohlegrills entsteht bei einem Elektrogrill kein störender Rauch.

oder rauchfreie Holzkohlegrills mit Luftfilterabzug.

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